Vor gar nicht allzu langer Zeit galt es noch als ferne Zukunft, dass selbstfahrende Autos unsere Straßen bevölkern. Inzwischen ist diese Möglichkeit in greifbare Nähe gerückt. Schnellere Reaktionszeiten, kürzere mögliche Abstände und verbesserter Verkehrsfluss könnten für weniger Staus, weniger Unfälle, aber auch weniger Emissionen sorgen. Die Erwartungen an die neue Technologie sind hoch und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass automatisiertes Fahren unseren Straßenverkehr in Zukunft beeinflussen wird. Bis diese großen Chancen realisiert werden können, sind aber noch viele Herausforderungen zu bewältigen. Neben der Fahrzeugsensorik kann auch die Vernetzung mit der Straßeninfrastruktur zu einer sicheren Implementierung beitragen, insbesondere im höherrangigen Verkehrsnetz.

Dieses Entwicklungsfeld und ein klares Verständnis welche neuen Anforderungen an die Infrastruktur gestellt werden könnten, werden die Sicherheit des automatisierten Fahrens erhöhen. Dadurch wird sich ebenso das Kerngeschäft von Straßenbehörden maßgeblich verändern. Auch wenn selbstfahrende Autos noch Zukunftsmusik sind, Vernetzung und fortschreitende Automatisierung sind bereits jetzt Realität und wirken sich auf die Aufgaben von Straßenbehörden und Verkehrsplanern aus.

Die neue Technologie bringt neue Herausforderungen mit sich, denen sich ARNDT IDC durch Mitarbeit an Forschungsprojekten stellt.  ARNDT IDC greift dabei auf die umfassende Infrastrukturerfahrung zurück und erarbeitet im Rahmen von Forschungsprojekten diese Schnittstelle zwischen vernetzter und automatisierter Mobilität. Diese Erfahrungen nutzen wir auch in der Beratung bei Verkehrsinfrastrukturprojekten und dürfen als Mitglied des ExpertInnenrats für automatisiertes Fahren des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Infrastruktur und Technologie (BMVIT) den Rahmen dafür mitgestalten.

Herausforderungen an die Infrastruktur

Als bestes Testumfeld bietet sich dafür derzeit die Autobahn an. Sie ist der am eindeutigsten definierte Verkehrsraum. In ihr gibt es keine Kreuzungen mit Querverkehr, keine Fußgänger oder Radfahrer und keinen Gegenverkehr. Dafür wird mit hoher Geschwindigkeit gefahren und auch hier bestehen infrastrukturelle Herausforderungen. Dazu zählen unter anderem:

  • Trassierung: Damit visuelle Sensoren auch bei Geschwindigkeiten von 130 km/h verlässlich funktionieren, muss die notwendige Sichtweite in Kurven und bei Neigungen gewährleistet werden. Das ist bei den aktuellen Trassierungsnormen derzeit nicht der Fall
  • Baustellenbereiche auf Autobahnen: Hier stellen besonders nicht eindeutige Markierungen eine besondere Herausforderung dar
  • Unter Umständen wird es nötig sein, neue Vorgaben für Bodenmarkierungen, Leiteinrichtungen und Verkehrszeichen zu erstellen

Anwendungsbeispiel für automatisiertes Fahren:

Vernetzter LKW-Konvoi

Ein möglicher Anwendungsfall für automatisiertes Fahren im kommerziellen Bereich ist das sogenannte „Truck Platooning“. Dabei werden mehrere LKW miteinander vernetzt und können dadurch energieeffizient in sehr geringen Abständen fahren. Entsprechende Feldversuche gibt es bereits. Doch auch hier ergeben sich viele Herausforderungen für die Infrastruktur:

  • Abfahrtsbereiche – wie kann gewährleistet werden, dass sicheres Abfahren auch mit Truck Platoons möglich ist?
  • Höhere Belastungen auf Ingenieurbauwerken
  • Stärkere Spurrinnenbildung durch direktes Hintereinanderfahren
  • Anforderungen an Nothaltebuchten
  • Brandschutz in Tunnels ist nicht auf mehrere brennende LKW ausgelegt

Gerade hier bringt ARNDT IDC die nötige Erfahrung mit, um erfolgreich an diesen Fragestellungen zu arbeiten. Die langfristige Zukunft des automatisierten Fahrens lässt sich noch nicht im Detail festschreiben. ARNDT IDC bleibt aber an vorderster Front, um sicherzustellen, dass Verkehrsinfrastrukturprojekte schon jetzt diese Thematik berücksichtigen.

In diesem Kompetenzbereich bieten wir folgende Leistungen an

Forschung

MANTRA - Making full use of Automation for National Transport and Road Authorities

Auftraggeber: CEDR (Conference of European Directors of Roads)
Leistungszeitraum: 2018 - 2020
Beschreibung: Impact Assessment von automatisierten & vernetzten Fahrzeugen auf die Kerngeschäftsprozesse von europäischen Straßenbetreibern. 
Leistungen

  • Arbeitsgruppenleitung zu Auswirkungen von automatisierten & vernetzten Fahrzeugen auf Infrastruktur
  • Wirkungsanalyse hinsichtlich Betrieb und Erhaltung 
  • Chancen und Risiken zur Prozessoptimierung
  • Workshops
Forschung

MANTRA - Making full use of Automation for National Transport and Road Authorities

Auftraggeber: CEDR (Conference of European Directors of Roads)
Leistungszeitraum: 2018 - 2020
Beschreibung: Impact Assessment von automatisierten & vernetzten Fahrzeugen auf die Kerngeschäftsprozesse von europäischen Straßenbetreibern. 
Leistungen

  • Arbeitsgruppenleitung zu Auswirkungen von automatisierten & vernetzten Fahrzeugen auf Infrastruktur
  • Wirkungsanalyse hinsichtlich Betrieb und Erhaltung 
  • Chancen und Risiken zur Prozessoptimierung
  • Workshops

Weitere Kompetenzen